Holzmarkt: Materialengpässe abfedern

HDH-Hauptgeschäftsführer Denny Ohnesorge.

Angesichts anhaltender Lieferengpässe und in Teilen unkalkulierbarer Preissituationen bei vielen Bauprodukten hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Mitte Mai Holzwirtschaft und Bauwirtschaft zu einem Runden Tisch geladen, um Handlungsoptionen zu diskutieren. Den nun vom Bundeswirtschaftsministerium den Teilnehmern zugestellten Maßnahmenkatalog begrüßt Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des Deutschen Holzwirtschaftsrates, grundsätzlich:

„Erfreulicherweise hat das Bundeswirtschaftsministerium viele unserer Lösungsvorschläge berücksichtigt. Das BMWi unterstreicht seine Bemühungen, die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen der Materialengpässe der Wirtschaft abzufedern. Die in den Maßnahmen vorgeschlagene Aussetzung von Konventionalstrafen bei Lieferverzögerungen aufgrund von Rohstoffmangel ist ein wichtiges und richtiges Zeichen für viele Unternehmen, die derzeit mit Lieferschwierigkeiten und exorbitanten Preissteigerungen zu kämpfen haben. Zugleich vermissen wir hierfür aber eine konkrete gesetzliche Regelung, wie sie es beispielsweise in Österreich gibt.“

In der aktuellen Situation wäre die angekündigte Aufhebung der Einschlagsbegrenzung für Fichtenholz besonders wichtig, um die Versorgung mit Frischholz insbesondere in Süddeutschland sicherzustellen, so Ohnesorge. Richtig sei es auch, die Steuererleichterungen für Waldbesitzer fortzuführen. Die Steuererleichterungen ohne Einschlagsbeschränkung umzusetzen war auch die ursprüngliche Forderung der Holzwirtschaft, um die Liquidität der Waldbesitzer nach der Waldschadenssituation zu erhöhen.