Page 3 - Holzforum Ausgabe 1/2013
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Kommentar

                      As time goes by

                       Vor 19 Jahren bin ich in den Dähne Verlag eingetreten mit der Vorgabe, eine Fachzeitschrift für
                              den Holz(Fach)Handel zu betreuen, die zu dem Zeitpunkt noch nicht existierte. Nach vielen
                      Gesprächen über die Branche wurde dann während des Jahres die Zeitschrift HOLZFORUM entwickelt,
                      die nach der Nullnummer im Herbst 1994 im darauffolgenden Jahr als Periodikum erschien. Es war
                      eine spannende Aufgabe, die damals auf mich zukam. Kenntnisse über den Bau- und Werkstoff Holz
                      hatte ich zwar schon vorher, aber noch nie war ich so intensiv mit den Menschen in Kontakt gekommen,
                      für die dieses Naturprodukt in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen zentrales Thema ist.

                                    19 Jahre, dahinter verbergen sich 118 Ausgaben HOLZFORUM mit über 6.700 Seiten,
                                    mit unzähligen Briefen, Faxen, E-Mails und Telefonaten. 19 Jahre sind eine lange Zeit,
                                    das Rentenalter ist erreicht, und die Zeit ist reif, andere Schwerpunkte zu setzen.

                                        Ich bedanke mich bei allen, die mich in diesen Jahren begleitet, die mich mit Informati-
                                    onen versorgt, die mir als Leser die Treue gehalten und die durch Ihre Anzeigen und Abon-
                                    nements dafür gesorgt haben, dass mein Gehalt immer pünktlich auf dem Konto war.

                                        So verabschiede ich mich von Ihnen mit einem lachenden und einem weinenden
                                    Auge. Bringen Sie meinem Nachfolger Harald Bott das gleiche Vertrauen entgegen,
                                    das Sie mir geschenkt haben. Dafür schon jetzt vielen Dank.

                            Calmbach, im nördlichen Schwarzwald gelegen, dürfte wohl nur den wenigsten
                                             von Ihnen ein Begriff sein. Es ist ein kleiner, heute rund 5.000 Einwohner zäh-
                                    lender Ort im oberen Enztal, der im Zuge der Gemeindegebietsreform in den 1970er
                                    Jahren Bad Wildbad zugeschlagen wurde. In meiner Jugend bestand Calmbach prak-
                                    tisch nur aus Sägemühlen. Auf den Weg in den „Flecken“ wie man bei uns sagt, also
                                    das Ortszentrum, musste man sogar über das Gelände eines solchen Betriebs gehen.
                                    Auf der einen Seite der Straße war das Sägewerk, auf der anderen ein Teil des Lagers.
                                    Das Ortsbild hat sich heute dramatisch gewandelt. Und von dem einstigen Holz-Boom
                                    ist wenig geblieben. Lediglich eines der zahlreichen Sägewerke hat die vergangenen
                                    Jahrzehnte überlebt und existiert noch. Der Werkstoff Holz dagegen hat an Bedeutung
                      nichts verloren. Im Gegenteil. Im Zuge der Entwicklung eines umfassenden Umweltbewusstseins
                      tritt der nachwachsende Rohstoff wieder deutlich stärker ins Zentrum des Interesses.
                         Mit HOLZFORUM hat Hans-Ludwig Ziegler Sie in den vergangenen 19 Jahren über das Branchenge-
                      schehen umfassend informiert. Hier im Verlag ist er dafür bekannt, dass man immer, wenn es eine
                      Frage in Sachen Holz gab, sich an ihn wenden konnte in der Gewissheit, eine qualifizierte Antwort
                      zu bekommen.
                         Dass er nun in seinen Ruhestand tritt, ist nur die halbe Wahrheit. Denn tatsächlich ist er in zahl-
                      reichen Bereichen auch in führender Position unter anderem als Vorsitzender eines Sportvereins
                      weiter aktiv. Und auch HOLZFORUM wird er nicht ganz verlorengehen, sondern bleibt im Hintergrund
                      als unterstützende und beratende Kraft dem Dähne Verlag erhalten.
                         Ich muss sagen, ich bin ein wenig stolz darauf, dass ich nun seine Aufgabe übernehmen darf
                      und freue mich auf spannende Interviews und Fachgespräche mit Ihnen.

                                                    Ihr Ihr

Tel.: 07243/575-202   Hans-Ludwig Ziegler  Harald Bott
h.bott@daehne.de
                                                                                                                                  3
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