Möbelindustrie behauptet sich im zweiten Pandemie-Jahr

Export kurbelt Möbelindustrie an.
Möbelindustrie verzeichnet im ersten Halbjahr 2019 Verluste.

Trotz widriger Rahmenbedingungen hat sich die deutsche Möbelindustrie im Jahr 2021 gut behauptet. Der Umsatz legte um rund zwei Prozent auf 17,5 Milliarden Euro zu und entwickelte sich damit besser als prognostiziert, melden die Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK). „Neben großen Auftragsüberhängen aus dem Jahr 2020 konnten die pandemiebedingten Schließungen des Möbelhandels im Frühjahr 2021 besser kompensiert werden als zu Zeiten des ersten Lockdowns Anfang 2020“, so Geschäftsführer Jan Kurth. Gleichwohl habe die Branche das Vor-Corona-Niveau noch nicht wieder erreicht (2019: 17,9 Milliarden Euro Umsatz). Als Wachstumstreiber erwies sich im vergangenen Jahr das Auslandsgeschäft mit einem Umsatzplus von rund fünf Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Der Inlandsumsatz zog vor dem Hintergrund der langen Phase der Handelsschließungen – der zweite Lockdown währte von Mitte Dezember 2020 bis Mai 2021 – nur um 0,5 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro an. Ein Blick auf die Beschäftigtendaten der Branche zeigt, dass in den aktuell 459 Betrieben (minus 1,9 Prozent) mit mehr als 50 Beschäftigten im Jahresdurchschnitt 79.168 Beschäftigte arbeiten (minus vier Prozent). Dieser Rückgang, heißt es weiter, sei eher auf statistische Effekte als auf eine Personalreduzierung zurückzuführen.